Philosophie

Ein gutes Glas Sekt zu trinken ist ein sinnliches Erlebnis und Lebensfreude pur. Verbindet man mit Wein eher Terroir, sind es beim Sekt besondere Ereignisse, an die man sich erinnert oder auf die man sich freut. Sicher hängt das mit seiner Lebendigkeit und dem Prickeln der im Glas aufsteigenden Perlen zusammen, wodurch die Phantasie angeregt und die Leichtigkeit des Seins geweckt wird.

Leicht machen wir es uns bei der Sektherstellung allerdings nicht. Spaß haben wir aber auf jeden Fall, denn ohne Freude an dieser Arbeit kann es keinen guten Sekt geben. Das gilt natürlich ganz besonders für die Grundweine. Essentiell ist die Pflege und Erhaltung der Weinberge um eine herausragende Qualität zu erzeugen. Seit mehr als fünf Jahren werden die Weinberge nun biologisch bewirtschaftet, auf  Herbizide wurde schon immer verzichtet. Der sanfte Rebschnitt erfolgt ab Januar, der Startschuss gefolgt von Biegen, Heften, Ausdünnen und Entblättern um eine hohe Traubenqualität zu erzeugen.

Nur 100% gesunde Trauben kommen für unsere Grundweine in Frage. Eine gute Durchlüftung der Traubenzone durch moderate Entblätterung ist essentiell. Gelesen wird natürlich von Hand, und zwar von einem erweiterten Team, welches seit fast zehn Jahren zur Ernte kommt. Ihnen kann man nichts vormachen, sie sind sich des hohen Qualitätsanspruches bewusst und somit landen nur die schönsten Träubchen im Töpfchen.

Unser Ziel ist ein langes Hefelager der einzelnen Sekte. In der Champagne „methode champenoise“ genannt, bei uns „methode allemande“, die traditionelle Flaschengärung. Gesetzlich ist der Sekt 9 Monate nach der zweiten Gärung fertig. Bei uns lagern die Solter-Sekte mindestens 18 Monate auf der Hefe, die Réserve-Sekte mindestens 3 Jahre. Handwerklich aufwändiges Degorgieren bewahrt die individuellen Geschmacksnoten unserer Sekte.