„À la glace“ und „ À la volee“ – voila!

Bei der Versektung unterscheidet man zwei Degorgierverfahren. Das Erste ist das ältere und erfordert  sehr viel Geschick mit einem speziellen Kronkorkenöffner. Bei der Enthef wird jede Flasche sorgfältig mit dem Hals nach unten gehalten, damit der Trub nicht aufwirbelt. Mit einer raschen Bewegung aus dem Handgelenk wird der Kronkorken entfernt und sofort schießt der Hefesatz aus der Flasche. Die Kunst besteht darin, die Flasche zum richtigen Zeitpunkt wieder aufzurichten. Zu früh – und ein Rest Trub bleibt in der Flasche. Zu spät – und wertvoller Sekt sprudelt heraus.

Das zweite Verfahren ist zwar nicht so alt wie das Erste, wird aber auch schon seit über 100 Jahren angewandt. Bei dieser Methode werden die Flaschen mit dem Hals für etwa 10 Minuten in eine Gefrierlösung bei minus 25° Celsius getaucht. Dann werden sie mittels Förderband zum automatischen Degorgierer transportiert. Mit lautem Knall wird der Kronkorken entfernt und der gefrorene Satz schießt durch den hohen Druck aus der Flasche. Der Volumenverlust wird durch den Zusatz der Dosage ausgeglichen, die man auch Likör nennt. Das Sekthaus Solter verwendet für Riesling-Sekte ausschließlich reife, edelsüße Rieslingweine, für die Pinot-Sekte werden frische und fruchtige Burgunderweine verwendet.

Nachdem die Flaschen mit Likör aufgefüllt wurden, folgt die Verkorkung, Agraffierung (Drahtbügel) und Etikettierung.